Gesamtbewertung des Turniers
2026.7.1
1-minütiger Projektionsmapping-Wettbewerb im Rahmen von TOKYO LIGHTS 2026
Die 13. Ausgabe des „1minute Projection Mapping Competition“ war eine der inhaltlich besonders reichhaltigen Veranstaltungen in der Geschichte des Wettbewerbs. Neben der Frische, die durch den Wechsel des Veranstaltungsortes vom Seito-Gedenk-Kunstmuseum im Meiji-Jingu-Gaien zum Hauptgebäude der Tokyoer Stadtverwaltung entstand, führten das über die Jahre aufgebaute Vertrauen und die bisherigen Erfolge zu einem deutlichen Anstieg sowohl der Anzahl der Einreichungen als auch der teilnehmenden Länder, wobei sich zudem die Qualität der Beiträge weiter verbesserte.
Das Thema der Ausstellung, „Dialogue / Dialog“, war für die Künstler vielleicht kein einfaches Thema. Doch dank der Bedeutung des Dialogs in der heutigen Gesellschaft und der Synergie mit dem symbolträchtigen architektonischen Raum des Tokyo Metropolitan Government Building gingen vielfältige und qualitativ hochwertige Werke aus aller Welt ein. Die Werke der 18 ausgewählten Finalisten zeichnen sich jeweils durch eine einzigartige Perspektive und Ausdrucksweise aus und präsentieren vielfältige Interpretationen und Botschaften zum Thema „Dialog“.
Durch das Zusammentreffen vielfältiger Wertvorstellungen und kultureller Hintergründe bot das Filmprogramm äußerst sehenswerte Inhalte, und die Besucher äußerten sich vielfach begeistert. Dass sich Kreative aus aller Welt mit dem Thema „Dialog“ auseinandergesetzt und ihre jeweiligen Antworten in Form von Filmen zum Ausdruck gebracht haben, kann als großer Erfolg dieses Festivals gewertet werden.
■ Über die preisgekrönten Werke
Die fünf prämierten Werke, darunter der GRAND PRIZE, zeichnen sich alle durch einen hohen Grad an Vollendung aus und besitzen zugleich jeweils ihren eigenen Charme und ihre eigene Individualität, was die Vielfalt des gesamten Wettbewerbs symbolisiert.
Das Werk des brasilianischen Teams „Signal Bleed“, das den GRAND PRIZE gewann, zeichnete sich von Anfang bis Ende durch reichhaltige Abwechslung und eine ausgeprägte Erzählkraft aus. Die Geschichte begann mit der Darstellung von Fingerspitzen, die versuchen, ein Gebäude zu berühren, und wurde sorgfältig ausgearbeitet: von den Mauern, die den Dialog behindern, über Konflikte und den Willen, diese zu überwinden, bis hin zur Hoffnung auf die Zukunft. Auch als Projektionsmapping nutzte das Werk die architektonische Struktur geschickt aus und erreichte durch eine transparente, wunderschöne Bildsprache ein hohes Maß an Vollendung.
Das Werk der spanischen Agentur VPM, das den ZWEITEN PREIS gewann, nutzte die für Projektionsmapping typischen trickartigen Effekte, um die Beziehung zwischen dem Gebäude und dem Publikum als „Dialog“ darzustellen. Als einziges der prämierten Werke war es in Schwarz-Weiß gehalten und wurde als klassischer und raffinierter Ansatz für das Gebäude der Tokyoer Stadtverwaltung hoch gelobt.
Das Werk von Bigcool aus Thailand, das den DRITTEN PREIS gewann, zeichnete sich innerhalb des diesjährigen Programms durch einen besonders hohen Unterhaltungswert aus. Mit einzigartiger Musik und visuellen Elementen entfaltete es eine einladende Welt, die von japanischen Mangas und Animes inspiriert war. Die Geschichte, in der zwei unterschiedliche Musikstile zunächst im Konflikt stehen und schließlich zur Harmonie finden, zog das Publikum in ihren Bann und sorgte für große Begeisterung, die am Ende sogar Gelächter im Saal hervorrief.
Das Werk der rumänischen Gruppe Anionavision, das mit dem Tokyo Tokyo PRIZE ausgezeichnet wurde, hinterließ durch seine eindrucksvollen visuellen Elemente und die Musik einen bleibenden Eindruck beim Publikum. Durch vielfältige Kommunikationsformen wie Graffiti an den Wänden, Worte, Gesang und Gebärdensprache wurde die Kraft des „Dialogs“ dargestellt, und die eindrucksvolle Inszenierung, bei der riesige Figuren scheinbar auf das Publikum zustürmten, wurde hoch gelobt.
Der Publikumspreis ging an das Werk des Japaners Taro Narahara. Da es sich um einen Künstler aus dem Gastgeberland handelte, fand es großen Anklang beim Publikum und erhielt deutlich mehr Stimmen als die anderen Beiträge. Die Inszenierung, bei der sich das Gebäude der Tokyoer Stadtverwaltung auf spielerische Weise in Maschinen und Roboter verwandelte, harmonierte gut mit der Architektur und war ein eindrucksvolles Werk, das klare Unterhaltungsqualität mit einer kraftvollen Botschaft verband.
Die Vorstellungskraft und Ausdruckskraft der Künstler haben auch dieses Mal wieder unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Ihre Kreativität hat nicht nur dem Publikum, sondern auch vielen Menschen, die im Bereich Projektionsmapping und Videokunst tätig sind, neue Impulse und Begeisterung vermittelt.
Auch unter den Werken, die diesmal nicht in die Endauswahl gekommen sind, gab es zahlreiche hervorragende Beiträge, die den preisgekrönten Werken und den Finalisten in nichts nachstanden. Aufgrund von Einschränkungen hinsichtlich der Vorführzeit und der Organisation des Wettbewerbs war es uns jedoch nicht möglich, alle Werke vorzustellen. Ich möchte allen Kreativen, die ihre Werke bei diesem Wettbewerb eingereicht und sich der Herausforderung der Produktion gestellt haben, meinen tiefsten Respekt und meinen herzlichen Dank aussprechen. Jede einzelne dieser Herausforderungen trägt dazu bei, diesen Wettbewerb zu stärken und ist eine treibende Kraft für die Weiterentwicklung der weltweiten Projektionsmapping-Kultur.
„Das Licht, das aus dem Dialog entsteht, verbindet Menschen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg und bildet eine Brücke in die Zukunft.“

TOKYO LIGHTS 2026 Offizielle Website hier.
https://tokyolights.jp/
Einzelheiten der Veranstaltung.
https://1minute-pm.com/event/2026/